Bewohner und Wohnheimsleben

Etwa je die Hälfte der 232 Heimbewohner sind weiblich bzw. männlich, rund zwei Drittel davon sind Inländer. Die Ausländer kommen aus allen Erdteilen, jedoch überwiegend aus Europa.
Seit jeher sind die technischen Studienrichtungen stark vertreten, was wohl in erster Linie auf die ganz nahe Nachbarschaft der Technischen Universität (TU) zurückzuführen ist.
Die räumliche Struktur des Wohnheims, vor allem die Gliederung in Wohngruppen und das Vorhandensein verschiedener Gemeinschaftsräume, begünstigt das Gemeinschaftsleben. Der weitaus größte Teil des Gemeinschaftslebens besteht in dem tagtäglichen, weitgehend vom Zufall regierten Umgang der Heimbewohner miteinander, hauptsächlich in den Küchen und Gemeinschaftsräumen der Wohngruppen, aber auch sonst irgendwo im Heim, etwa im Leseraum, beim Tischtennis oder in der Waschküche.

Einiges im Zusammenleben bedarf jedoch der ausdrücklichen Regelung und Organisierung. Die Eckpunkte stehen im Wohnvertrag und der Hausordnung. Dazwischen und daneben gibt es viele Bereiche, welche die Heimbewohner im Rahmen der weitreichenden studentischen Selbstverwaltung selbst regeln, organisieren und ausführen, angefangen von der Betreuung der Flaschenautomaten, über die Bar, Billard, Waschmaschinen, den Sportraum, die Organisation von sportlichen und kulturellen Veranstaltungen oder Instandhaltung des Grillplatzes und der Abstellräume bis hin zum EDV-Netzwerk, um nur einige der vielen Aufgaben zu nennen.

Ein vielseitiges Tutorenprogramm ist fürs Heimleben enorm wichtig. Das Schollheim hat vier Tutorenstellen.

Hauptsächlich für die ehemaligen und jetzigen Heimbewohner erscheint neuerdings einmal im Semester die Hauszeitung SchollZeit. Durch Anklicken des Namens der Hauszeitung kann man hier jeweils deren neueste Ausgabe herunterladen.

Der Wohnheimträger erwartet von allen Heimbewohnern politisches Interesse im Sinne des Namens, den das Studentenwohnheim trägt. Und er erwartet Einsatz in der Heimgemeinschaft und der Heimselbstverwaltung. Im Wohnvertrag verpflichtet der Wohnheimträger die Heimbewohner, an den Gemeinschaftsaufgaben des Heims mitzuarbeiten.

Durch die Mitarbeit beweist der Heimbewohner seinen Gemeinsinn und stärkt sein Ansehen in der Gemeinschaft. Und sie und er „sammeln Punkte“, die sich regelrecht auszahlen – etwa beim Antrag auf Wohnzeitverlängerung.Und noch etwas kann man beim Einsatz in der Heimselbstverwaltung erwerben: Soziale Kompetenz!
Die braucht jeder Mensch reichlich in allen Lebenslagen, beruflich und privat.